Montessori - Dimensionsmaterial und Sinnesmaterial


Materialeinführungen vorhanden

Materialeinführungen fehlen noch

 

 

Dimensionsmaterial 

 

Rosa Turm
Braune Treppe
Rote Stangen
Einsatzzylinder
Farbige Zylinder

 

Unterscheidung von Farben

 

Farbtäfelchen

 

Unterscheidung von Formen

 

Geometrische Kommode
Konstruktive Dreiecke
Geometrische Körper
Geheimnisvoller Beutel
Unterscheidung von Samenkörnern

 

Unterscheidung von Oberflächen und Materialstrukturen

 

Tastbretter
Tasttäfelchen
Kasten mit Stoffen

 

Unterscheidung von

 

Gewichten
Geräuschen und Tönen
Gerüchen
Geschmacksqualitäten
Wäremqualitäten


Rosa Turm

Vorbereitung:

In der Regel befindet sich der Rosa Turm aufgebaut oder liegend in einem Regal. Gemeinsam mit dem Kind trage ich die Kuben einzeln auf einen Arbeitsteppich bis alle Kuben ungeordnet auf dem Boden liegen. Erlaubt es der Platz, dass ich direkt am aufgebauten Turm mit dem Kind den Arbeitsteppich aufschlagen kann, trage ich die Kuben einzeln ab und achte hier auf meine wechselnde Hand - rechts und links -, kleine Kinder haben in der Regel noch nicht "ihre" Hand gefunden.

 

Einführung:

Alle Einführungen geschehen ohne Worte, da die Konzentration auf das "Tun" gerichtet sein soll.

 

Ich nehme den größten Kubus (vergleiche diesen mit dem ähnlich großen Kubus) und lege ihn vor mich hin. Langsam streiche ich mit beiden Händen die Seiten sowie auch vorne und hinten in einer Aufwärtsbewegung entlang. Dies kann ich so lange machen, wie ich meine, dass es für das Kind wichtig ist. Nun nehme ich den nächstgrößeren Kubus (wieder im Vergleich zu ähnlichen Kuben) und setze ihn mittig auf den ersten Kubus. Langsam streiche ich mit meinen Händen an allen Seiten beider Kuben in einer Bewegung von unten nach oben. So verfahre ich mit allen Kuben, bis der Turm aufgebaut ist.

 

Ist das Kind bereit und hat Lust, baut es den Turm sofort nach.

 

Fehlerkontrolle:

Erneut baue ich den Turm auf und verfahre wie bei der Einführung, nur dass ich nun die Kuben an zwei Seiten / Kanten eben aufbaue und an zwei Seiten / Kanten als Treppe. Den kleinsten Kubus lege ich jeweils als Kontrolle auf die entstandenen Stufen und zeige so, dass diese immer gleich sind.

 

Auch hier frage ich das Kind: "Möchtest du auch mal?" Vorbereitend baue ich den Turm mit wechselnder Hand ab.

rosa turm montessori
Rosa Turm - Einführung und Fehlerkontrolle

Kontinuierlicher Aufbau und Variationen:

Ich lege den Turm in gleicher Weise horizontal auf den Arbeitsteppich. Die Kuben liegen wie bei der Fehlerkontrolle so, dass sie an zwei Seiten eben sind. Nun lasse ich das Kind die Augen schließen und vertausche zwei Kuben. Das Kind stellt den Kubus an die richtige Stelle. Im nächsten Schritt (Kind schließt erneut die Augen) nehme ich einen Kubus aus der Ordnung heraus, schiebe die Kuben zusammen und lasse das Kind den Kubus wieder an die richtige Stelle legen. Das Gleiche folgt, ohne dass das Kind den fehlenden Kubus sieht. Es zeigt alleine die Stelle. Hat ein Kind Schwierigkeiten, die richtige "Lücke" zu finden, kann es mit Hilfe des 1er-Kubus die Treppe kontrollieren.

 

Weitere Variationen:

Die Kuben liegen wieder in der alten Ordnung, welche dem Kind nun bekannt ist. Ich lege eine Variation vor. Zusammen mit dem Kind werden viele logische Variationen probiert und gebildet. Ich achte darauf, dass nach jeder Variation die Kuben wieder in ihre alte Ordnung geschoben werden!

rosa turm montessore logische reihen
Rosa Turm - logische Reihen

 

Alle Variationen können auch vertikal probiert werden. Die alte Ordnung bleibt die horizontale Ordnung.

Wortlektionen:

 

groß / klein

Wortlektionen erfolgen nach der klassischen Drei-Stufen-Lektion.

 

1. Stufe

Ich nehme den größten und den kleinsten Kubus und sage: "Der ist groß und der ist klein." Während ich dem Kind den großen Kubus reiche, wiederhole ich: "Dieser ist groß." Dann reiche ich ihm den kleinen Kubus und sage: "Dieser ist klein."

2. Stufe

Ich lege die Würfel vor das Kind und frage: "Zeige mir, was groß ist / was klein ist." Auch nach Vertauschen der Kuben fordere ich das Kind auf, mir "groß" und "klein" zu zeigen. Dann folgt das Bringe- / Holespiel. (Achtung: Sinnvoll erfolgt das Bringe- / Holespiel nur bei dieser ersten Wortlektion!) Das Kind muss sich gut merken, wo es die Kuben hingebracht hat und genau hinhören.

3. Stufe

Ich frage das Kind: "Wie ist dieser Kubus im Vergleich zu diesem?" (Wichtig ist hier, dass ich IMMER eine Relation zur Verfügung stelle!) Wenn das Kind "groß" und "klein" benannt hat, fordere ich es auf, mit den anderen Kuben auch Paare zu bilden, bei welchen ein Kubus groß und einer klein ist.

 

Zum Schluss kann ich dem Kind zeigen, dass Kuben, die gerade noch groß waren (im Vergleich zu einem kleineren Kubus) auch klein sein können (im Vergleich zu einem größeren Kubus), indem ich Kuben aus den Paaren tausche.

 

 

größer als / kleiner als

 

1. Stufe

Die Kuben liegen in ihrer Ordnung. Ich lege meine Hand auf den 6er-Kubus und sage: "Dieser Kubus ist kleiner als diese Kuben ..." (meine Hand fährt über die verbleibenen größeren Kuben) "... und größer als diese Kuben." (Meine Hand fährt über die verbleibenen kleineren Kuben.) Mit dem 5er-Kubus (z.B.) kann ich dies wiederholen.

 

2. Stufe

"Zeige den Kubus der größer ist als diese!" Dabei streiche ich über die verbleibenen kleineren Kuben. "Zeige mir den Kubus der kleiner ist als diese!" Dabei streiche ich über die verbleibenen größeren Kuben. Das Zeigespiel erfolgt mehrfach.

 

3. Stufe

"Wie ist dieser Kubus im Vergleich zu diesen?" (Wieder zeige ich auf die verbleibenen größeren bzw. kleineren Kuben.)

 

 

der größte / der kleinste

 

1. Stufe

Die Kuben liegen in ihrer Ordnung. Ich zeige nacheinander auf den 10er und 1er Kubus und sage: "Von all den Kuben ist dieser hier (10er) der größte Kubus und dieser hier (1er) der kleinste Kubus." Nun lege ich die beiden Kuben aus der Ordnung raus und zeige nacheinander auf den 9er und den 2er Kubus und sage: "Jetzt ist dieser (9er) von allen der größte und dieser (2er) von allen der kleinste Kubus." Das kann ich noch zweimal machen.

 

2. Stufe

Alle 10 Kuben liegen wieder in ihrer Ordnung. "Zeige mir den Kubus, der von diesen allen der größte Kubus ist." - "Zeige mir den Kubus, der von diesen allen der kleinste Kubus ist." Wieder nehme ich den 10er und den 1er weg und lasse mir erneut den größten und kleinsten Kubus zeigen. Auch hier geht es noch zwei weitere Male.

 

3. Stufe

Ich zeige auf den größten / kleinsten Kubus und frage: "Wie ist dieser Kubus von allen?" Auch diese Stufe durchläuft das Kind mehrfach.

 

 

groß / größer / am größten ~ klein / kleiner / am kleinsten

 

1. Stufe

Ich nehme drei sehr unterschiedliche Kuben aus der Ordnung - z.B. den 4er, 7er und 10er sowie den kleinsten Kubus, den 1er. Ich lege den 1er neben den nächstgrößeren (hier 4er) und sage: "Das kennst du ja schon. Wie ist der Kubus im Vergleich zu dem?" -> Das Kind wird "klein" sagen. "Gut. Und wie ist dann der Kubus?" (Ich zeige auf den 4er.) -> "groß". Nun lege ich den 1er Kubus wieder zurück in die Ordnung - also deutlich zur Seite - und lege den 4er wieder zu dem 7er und 10er. Ich zeige auf den 4er Kubus und sage: "Dieser Kubus ist groß und dieser Kubus (7er) ist größer als der Kubus (4er)." Ich zeige auf den 10er: "Und dieser Kubus ist von diesen hier am größten."

 

2. Stufe

"Zeige mir den Kubus der von allen am größten ist!" - "Zeige mir den Kubus, der größer als dieser (4er) ist." - "Zeige mir den Kubus der im Vergleich zu dem (1er Kubus hinzuholen) groß ist."

 

3. Stufe

"Wie ist der Kubus (10er) im Vergleich zu den anderen?" -> am größten. "Wie ist der Kubus (7er) im Vergleich zu dem (4er)?" -> größer. "Und den (4er) kennst du ja schon lange. Wie ist der im Vergleich zu dem (1er)?" -> groß.

 

Mit klein / kleiner / am kleinsten verfahre ich genauso.


Braune Treppe

Vorbereitung / Einführung:

Wie bei den Kuben hole ich mit dem Kind gemeinsam die Quader der braunen Treppe zum Arbeitsteppich und verteile sie dort ungeordnet. Auch der Aufbau der Treppe erfolgt wie beim Turm: Ich beginne die Quader miteinander zu vergleichen und starte mit dem dicksten Quader. Die Treppe wird liegend von links nach rechts aufgebaut.

 

Sofern es für das Kind notwendig ist, fahre ich jedes Mal mit der Hand die Stufen von oben nach unten entlang. Indem ich Augenkontakt mit dem Kind aufnehme, stelle ich sicher, dass ich seine volle Aufmeksamkeit habe. Am Ende frage ich das Kind: "Möchtest du auch mal?"

 

Auch die Fehlerkontrolle erfolgt wieder mit dem 1er-Quader.

 

Kontinuierlicher Aufbau und Variationen:

Zunächst wird der Aufbau der alten Ordnung gesichert, indem ich das Kind bitte, die Augen zu schließen und zunächst benachbarte Quader vertausche. Dann steigere ich den Schwierigkeitsgrad sukzessive: mehrere Quader vertauschen, einen Quader aus der Ordnung nehmen und diesen sichtbar liegenlassen, einen Qauder aus der Ordnung nehmen und verstecken.

 

Alle Variationen werden, wie beim rosa Turm, immer aus der alten Ordnung gelegt!

 

Hier die alte Ordnung sowie zwei Beispiele von zahlreichen Variationsmöglichkeiten:

 

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Mit Hilfe kann auch ein Turm probiert werden!

 

Es folgen Kombinationen mit den Kuben des rosa Turms!

 

Wortlektionen: 

 

dick / dünn

Im Prinzip verfahre ich auch hier wie bei den Kuben (Drei-Stufen-Lektion). "Dieser Quader ist dick. Dieser Quader ist dünn." / "Zeige mir den Quader der dick / dünn ist." / "Bringe den Quader der dick / dünn ist ..." / "Hole den Quader der dicke / dünn ist ..." (Bei sehr sprachschwachen Kindern kann ich auch sagen. "Bringe dünn .. / Hole dick ...") / "Wie ist dieser Quader?"

 

Nach der Drei-Stufen-Lektion (Achtung: Sinnvoll erfolgt das Bringe- / Holespiel nur bei dieser ersten Wortlektion!) fordere ich das Kind auf, selbst Paare zu bilden.

 

"Jetzt zeige ich dir etwas Spannendes. Wie ist dieser Quader [dick] im Vergleich zu diesem [dünn]?" -> Der ist dick. Ich schiebe den Quader, der dick ist, neben einen weiteren Quader der auch dick ist. "Sie mal, der Quader der eben noch dick war ist jetzt dünn!" Mit dem Kind werden weitere deutliche Möglichkeiten gesucht.

 

dick / dicker / am dicksten - dünn / dünner / am dünnsten

Ich lege drei unterschiedliche Quader nebeneinander und nehme den 1er bzw. den 10er Quader als Vergleich. (Verfahren wie bei den Kuben.) Auch hier werden die drei Stufen beachtet!

 

dicker als / dünner als

Die Treppe liegt in der alten Ordnung. "Dieser Quader ist dicker als diese Quader ..." Ich schiebe dabei die dünneren Quader leicht zur Seite. "... und dünner als diese Quader." Hier schiebe ich alle dickeren Quader leicht zur Seite. Dies lässt sich sinnvoll nur mit den Quadern 3-7 wiederholen. Es folgt auch hier die Drei-Stufen-Lektion.

 

der dickste / der dünnste

Die Quader liegen in der alten Ordnung. Ich nehme den 1er und den 10er Quader weg und sage: "Von den allen ist das der dünnste und das der dickste." Ich lege die Quader deutlich zur Seite und nehme nun den 2er und 9er Quader: "Von DEN Quadern ist nun das der dünnste und das der dickste." Sinnvoll lässt sich dies nur noch einmal wiederholen. (Drei-Stufen-Lektion!)


Rote Stangen

Vorbereitung / Einführung:

... erfolgt wie bei den Kuben und Quadern.

 

Kontinuierlicher Aufbau:

... erfolgt wie bei den Kuben und Quadern.

 

Variationen und Kombinationen:

... erfolgen wie bei Kuben und Quadern. 

 

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Wortlektionen:

 

lang / kurz

Ich nehme die längste und kürzeste Stange aus der Ordnung und sage: "Diese Stange ist kurz und diese Stange ist lang." (Stufe 1) - "Zeige mir die Stange die kurz / lang ist." "Bringe / Hole die Stange die kurz / lang ist." (Stufe 2) - "Wie ist diese Stange?" -> lang / kurz.



Dies wiederhole ich mit allen möglichen Paaren zu lang / kurz bzw. kann auch das Kind (je nach Einschätzung) gefragt werden, ob es weitere Paare bilden möchte, bei denen eine Stange kurz und eine Stange lang ist. Jedesmal erfolgt die Drei-Stufen-Lektion! Ich lasse dem Kind Zeit, die Eigenschaft der Stange (des Kubus, des Quaders) nachzufühlen.

 

Auch hier kann wieder "gezaubert" werden: aus langen Stangen werden im Vergleich zu einer anderen auch kurze Stangen.

 

(Achtung: Sinnvoll erfolgt das Bringe- / Holespiel nur bei dieser ersten Wortlektion!)

 

Wortlektionen zu lang / länger / am längsten - kurz / kürzer / am kürzesten / länger als - kürzer als / die längste - die kürzeste erfolgen wie bei Kuben und Quadern.



Einsatzzylinder

Das Material besteht aus den Zylinderblöcken A, B, C und D. Alle Einsatzzylinder verändern sich in unterschiedlichen Dimensionen.

 

Zylinderblock A: Veränderung in einer Dimension -> die Höhe / Wortlektionen: hoch / niedrig (Zylinder) und flach / tief (Hohlraum)

 

Zylinderblock B: Veränderung in zwei Dimensionen -> der Durchmesser (Breite und Tiefe) / Wortlektionen:  dick / dünn (Zylinder) und eng / weit (Hohlraum)

 

Zylinderblock C: Veränderung in drei Dimensionen -> der Durchmesser (Breite und Tiefe) und die Höhe / Wortlektionen:  siehe A und B

 

Zylinderblock D: Veränderung in drei Dimensionen -> der Durchmesser (Breite und Tiefe) und die Höhe entgegenlaufend / Wortlektionen: flach / tief und weit / eng (Hohlraum)

 

Ziele:

Umgang mit dem Pinzettgriff / Vorbereitung zur Stifthaltung der Schreibhand

 

Einführung:

Lässt das Kind mir die Wahl, beginne ich mit dem Block B, da alle Vertiefungen gleich sind und die Handhabung hier am Einfachsten ist. (Die Wortlektionen hoch / niedrig sowie flach / tief sind bei den Einsatzzylindern die einzigen Lektionen die wirklich deutlich und somit sinnvoll für das Kind sind.)


Die Einführung aller Blöcke erfolgt nach dem gleichen Schema.


Ich stelle den Block auf einen Tisch (feste Unterlage), nehme die Einsatzzylinder beidhändig aus dem Block und stelle sie unsortiert vor den Block. Ich beginne mit dem dicksten Block. Am Knöpfchen nehme ich diesen Block mit Pinzettgriff in die Hand und fahre mit zwei Fingern der anderen Hand die Länge des Zylinders ab sowie den Bodendurchmesser (ich achte darauf, in einem Schwung rum zu kommen, am besten beginnen ich von der Brust weggehend).

Dann stelle ich den Zylinder vor der passenden Vertiefung ab und umfahre die Öffnung des Hohlraums auch mit zwei Fingern (so lange dies möglich ist). Abschließend stelle ich den Zylinder langsam in die passende Vertiefung. Alle Zylinder finden so ihren Weg in die passende Vertiefung. Je nach Kind kann dieses auch nach dem 3. Zylinder übernehmen.

 

Weiterführende Übungen:

Auch die weiterführenden Übungen sind bei allen Blöcken gleich.


"Möchtest du etwas sehen?" Zusammen mit dem Kind werden die Zylinder wieder aus der Vertiefung genommen und diesmal sortiert vor dem Block abgestellt. Den Block stelle ich weg. "Schließe die Augen. Ich werde zwei Zylinder vertauschen." Auch ich kann die Augen schließen und das Kind zwei Zylinder vertauschen lassen. "Schließe die Augen noch einmal, jetzt nehme ich einen weg." Ich nehme einen Zylinder aus der Reihe und schiebe die Reihe dann zusammen.


  • Block mit den Öffnungen wegdrehen und Zylinder einsetzen lassen
  • Zylinder in Sichtweite verteilen lassen und mit einem Fähnchen oder einem Stift die Öffnung markieren, für welche der passende Zylinder geholt werden soll
  • aus der alten Ordnung heraus Variationen bilden (vgl. Rosa Turm)

Wortlektionen erfolgen nach bekannter Drei-Stufen-Lektion.


Wenn alle Blöcke eingeführt sind, können die Übungen gleichzeitig mit zwei, drei oder auch vier Blöcken durchgeführt werden.


  • gleiche Zylinder finden
  • Zylinder mit gleicher Höhe / gleichem Durchmesser finden (Gruppen bilden)

Bei der Arbeit mit mehreren Blöcken sollten diese immer in folgenden Anordnungen stehen.


Konstruktive Dreiecke

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Das Material besteht aus fünf Kästen: zwei rechteckigen Kästen (farbige und blaue Dreiecke), einem dreieckigen Kasten sowie dem großen und kleinen sechseckigen Kasten.

(Material: gängiger Montessori-Verlag) 

 
Ziele:
Formen erster geometrischer Kenntnisse (z.B. Kennenlernen verschiedener geometrischer Begriffe (Dreieck, Viereck, ...), z.B. erkennen, dass aus zwei Dreiecken ein Viereck entstehen kann, ...)

 

Hinführung:

Wo finde ich in meiner Umgebung überall Dreiecke?
 
Erster Kasten - rechteckiger Kasten mit farbigen Dreiecken
Gemeinsam mit dem Kind werden die Dreiecke auf dem Teppich verteilt, indem sie einzeln aus dem Kasten herausgeholt werden. Ich beginne nach Farben zu sortieren und lasse das Kind dann alle restlichen Dreiecke nach Farben sortieren. Während der ganzen Arbeit wird möglichst nicht geredet.
 
Indem ich die Konturen der Dreiecke einer Farbe mit zwei Fingern umfahre, suche ich nach gleichgroßen Dreiecken und lege diese übereinander. Ich beginne mit den gelben Dreiecken und lasse das Kind (je nach Lernstand) das Sortieren nach Farben fortführen.

Schieben:

Ich beginne mit den gelben Dreiecken. Die großen Dreiecke lege ich vor mich und fahre mit den Fingern jeweils die schwarzen Linien nach. Danach schiebe ich die beiden Dreiecke an der schwarzen Linie gegeneinander, so dass ein Parallelogramm entsteht. Erneut fahre ich die nun gemeinsame schwarze Linie mit dem Finger nach. 

 

Mit den anderen beiden Paaren der gelben Dreiecke wird genauso verfahren.

 

Es entstehen durch das Schieben an den schwarzen Linien zwei Parallelogramme sowie eine Raute.

 

Mit den grünen, grauen und roten Dreiecken wird genauso verfahren.

 

 

 

 

Durch Schieben entlang der schwarzen Linie entstehen bei den grünen Dreiecken ein Quadrat und ein Parallelogramm.

 

 

 

Durch Schieben entlang der schwarzen Linie entsteht bei den grauen Dreiecken ein Rechteck.

 

 

 

Durch Schieben entlang der schwarzen Linie entsteht bei den roten Dreiecken ein Trapez.

Klappen:

Wieder beginne ich mit den gelben Dreiecken. Ich schiebe die Dreiecke an der schwarzen Linie auseinander, so dass sich nur noch die Spitzen berühren. Dann klappe ich das oben liegende Dreieck um, so dass die Rückseite zu sehen ist und es mit dem noch liegenden Dreieck ein großes rechtwinkliges gleichschenkliges Dreieck bildet.

 

Durch Schieben und Klappen entstehen bei den anderen gelben Dreiecken ein Drachen und wieder die Raute.

 

 

 

Beim Legen / Schieben / Klappen ist stets darauf zu achten, dass die geometrische Form auf einer Grundlinie liegt, bzw. im Falle des Drachens auf seiner unteren Spitze. Da die Raute eine besondere Form des Parallelogramms und kann sowohl auf einer Grundlinie liegen als auch auf einer Spitze stehen.

 

 

Alle Kästen der konstruktiven Dreiecke werden nach gleicher Art eingeführt und weitergeführt!

 

  1. nach Farben sortieren
  2. Größen vergleichen und gleiche Formen übereinander legen
  3. an den Kanten entlang schieben, so dass neue Formen entstehen
  4. Schieben und Klappen an der schwarzen Linie / Schieben und Klappen über alle möglichen Kanten

Geometrische Körper

Material: Montessori Lernwelten / Nienhuis / u.a.
Material: Montessori Lernwelten / Nienhuis / u.a.

Ziele:

Kennenlernen der geometrischen Körper, deren Namen und Funktionen / Training des stereognostischen Sinnes 

 

Einführung:

Wortlos nehme ich die geometrischen Körper aus dem Körbchen / der Box und experimentiere mit ihnen auf dem Arbeitsteppich: rollen, drehen, kippen, trudeln ... Ich befühle sie ausgiebig, ziehe Kanten nach, streiche über Flächen und berühre die Ecken / Spitzen.


Das Kind experimentiert mit den geometrischen Körpern gleichermaßen und benennt (je nach Alter) die Bewegungen: rollen, drehen, kippen, trudeln ...


Wortlektionen:

Wortlektionen (Drei-Stufen-Lektion) gibt es lediglich zu kippen, rollen und drehen. Ich wähle zwei deutlich unterschiedliche Körper, z.B. den Würfel (Kubus) und die Kugel. "Dieser Körper kann rollen. Dieser Körper kann kippen." - "Zeige mir den Körper, der rollen / kippen kann." Nach Bring-/ Holspielen fordere ich das Kind auf, die Bewegungen zu benennen. "Was kann die Kugel / der Kubus?" 


An weiteren Körpern können die Begriffe angewendet werden. Auch der Begriff drehen wird mit zwei deutlich unterschiedlichen Körpern eingeführt (z.B. Quader und Ei). 


Weitere Übungen:

  • Der Korb / die Box wird mit einem Tuch abgedeckt und ich bitte das Kind: "Fühle einen Körper, der rollen / kippen kann!" Das Kind kann hier auch feststellen, dass ein Körper auch beides kann.
  • Ich wickle einen Körper in das Tuch ein und lasse das Kind anhand der Form vermuten, welcher Körper unter dem Tuch versteckt ist.
  • Die geometrischen Körper stehen in einer Reihe und ich lasse mir mit geschlossenen Augen einen Körper geben, befühle diesen ausgiebig und das Kind stellt ihn in die Reihe zurück. Mit geöffneten Augen zeige ich nun auf den Körper. Das Kind kann die gleiche Übung machen.
  • Ich lege zwei Reifen übereinander, so dass sich eine Schnittmenge bildet. Ich lasse das Kind die Körper nach kippen, drehen und kippen+drehen sortieren. In der Schnittmenge liegen kippen+drehen.
  • Gegenstände aus der Umgebung suchen und mit den verschiedenen Körpern vergleichen.

Wortlektionen aus der Geometrie:

Die Wortlektionen zu den folgenden Begriffen erfolgen wieder in der Drei-Stufen-Lektion. Die Bezeichnung bei einigen Körpern kann von Zusatzmaterial zu Zusatzmaterial variieren.


Grundfläche, Fläche, Kante, Ecke, Kugel, Quader (oder quadratische Säule, vierseitiges Prisma), dreieckige Säule (oder dreiseitiges Prisma), Kubus (oder Würfel), Zylinder (oder Walze, Rundsäule), vierseitige Pyramide, dreiseitige Pyramide, Ei, Ellipsoid


Einführung der Grundfläche:

Ich lege die geometrischen Körper in eine Reihe, die runden folgen zum Schluss. Ich habe hier die runden Körper in die dafür vorgesehenen "Halter" gestellt, damit es auf dem Bild schöner aussieht. Tatsächlich sollte man auf die Halter verzichten, denn runde Körper können nicht stehen!


Bestenfalls habe ich so viele Grundflächen zur Verfügung, dass ich jedem Körper seine Grundflächen zuordnen kann. Handelsüblich wird nur ein Satz mitgeliefert.


Ich ordne einem Körper die Grundflächen zu und kontrolliere / probiere indem ich den Körper auf die Grundfläche kippe. Ggf. kann das Kind ab hier (auch mit Hilfe) die Zuordnung der Grundflächen fortführen. Stehen ausreichend Grundflächen zur Verfügung, werden diese nach und nach den Körpern zugeordnet.


Weitere Übungen:

  • alle Körper mit gleichen Grundflächen untereinander stellen
  • Körper mit gleicher Grundfläche "türmen"
  • Reihen bilden (jeder Körper hat etwas mit dem Körper rechts und links gemeinsam)
  • Körper mit quadratischer Grundfläche suchen
  • ...


Einsatz im Unterricht:

Material: Montessori lernwelten / Nienhuis / u.a.
Material: Montessori lernwelten / Nienhuis / u.a.

Für den Einsatz im Unterricht gibt es zahlreiche Zusatzmaterialien, wie Karteien bzw. Definitionsarbeiten.


Zunächst die Variante der Nienhuis-Kartei:

Die Kartei bietet klar strukturiert die Zuordnung von Namen, Kanten, Ecken, Flächen und Netzen. Des weiteren gibt es 20 blaue Auftragskarten. Sobald ein Kind lesen kann (also auch schon in der 1. Klasse) kann es mit dieser Kartei problemlos arbeiten.



Die klassische Definitionsarbeit:

Leseanfänger können nach Schritt 3 aufhören, fortgeschrittene Leser arbeiten weiter bis Schritt 5. Für Experten und Knobler gibt es noch Schritt 6.

1.

Die geometrischen Körper werden zunächst in nahezu beliebiger Reihenfolge aufgestellt

(runde Körper zum Schluss).

2.

Den Körpern werden Bildkarten mit Namen zugeordnet.

3.

Den Körpern werden Bildkarten ohne Namen zugeordnet (der zweite Satz Bildkarten deckt die Namen der ersten Karten ab) und die Namenskärtchen werden unsortiert ausgelegt und zugeordnet.

4.

Den Körpern werden Definitionen mit Namen zugeteilt (Grundflächen dienen der Orientierung).

5.

Die Definitionen mit Namen werden mit Definitionen ohne Namen abgedeckt und die Namenskärtchen (rote Schrift) für die Definitionen werden unsortiert ausgelegt und zugeordnet.

6.

Für fortgeschrittene Leser gibt es Rätselkärtchen / Auftragskärtchen / Zuordnungskärtchen.




Aufschreiben / Fixieren von Gelerntem:

Mithilfe einer weiteren Auslegearbeit kann das Kind seine bereits gesammelten Kenntnisse sichern und überprüfen. Im Anschluss überträgt es die geometrischen Formen und ihre Eigenschaften in dafür bereitliegende Heftchen. Die Heftchen variieren bestenfalls auch im Schwierigkeitsgrad, so wie es die Definitionen auch tun.

Das Material stammt nicht von mir! Verlag / Hersteller ist mir leider unbekannt.